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Umstellung der Kassensysteme

By 16. Juli 2020 No Comments

Die Finanz­mi­nis­ter aus Nord­rhein-West­fa­len, Bay­ern, Hes­sen, Nie­der­sach­sen und Ham­burg haben heu­te gemein­sam beschlos­sen, Unter­neh­men, Händ­lern und Gast­wir­ten in ihren Län­dern in den kom­men­den Mona­ten bei der tech­ni­schen Umstel­lung der Kas­sen­sys­te­me mehr Zeit zu geben. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um (BMF) ver­langt, dass Fir­men bis Ende Sep­tem­ber mani­pu­la­ti­ons­si­che­re tech­ni­sche Sicher­heits­sys­te­me (TSE) in ihre Regis­trier­kas­sen ein­bau­en. Aller­dings haben vie­le Unter­neh­men auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie und der Umstel­lung der Kas­sen auf die neu­en Umsatz­steu­er­sät­ze zeit­li­che Schwie­rig­kei­ten bei der Rea­li­sie­rung der Kas­sen­lö­sun­gen. Die Län­der schaf­fen des­halb jetzt eige­ne Här­te­fall­re­ge­lun­gen, um die Frist in geeig­ne­ten Fäl­len bis zum 31. März 2021 zu ver­län­gern. Dar­auf haben sich die Minis­ter der Finan­zen Lutz Lie­nen­käm­per (Nord­rhein-West­fa­len), Albert Füra­cker (Bay­ern), Micha­el Bod­den­berg (Hes­sen), Rein­hold Hil­bers (Nie­der­sach­sen) und Andre­as Dres­sel (Ham­burg) geei­nigt. Danach wer­den die Finanz­ver­wal­tun­gen der fünf Län­der nach Maß­ga­be der jewei­li­gen Län­der­erlas­se Kas­sen­sys­te­me bis zum 31. März 2021 auch wei­ter­hin nicht bean­stan­den, wenn

  • die erfor­der­li­che Anzahl an TSE bei einem Kas­sen­fach­händ­ler oder einem ande­ren Dienst­leis­ter bis zum 30. Sep­tem­ber 2020 nach­weis­lich ver­bind­lich bestellt bezie­hungs­wei­se in Auf­trag gege­ben oder
  • der Ein­bau einer cloud-basier­ten TSE vor­ge­se­hen (z.B. bei einer Zen­tral­kas­se in Unter­neh­men mit einer Viel­zahl von Filia­len), eine sol­che jedoch nach­weis­lich noch nicht ver­füg­bar ist.

Ein geson­der­ter Antrag bei den Finanz­äm­tern ist hier­für nicht erfor­der­lich. „Wir bie­ten unse­rer Wirt­schaft, der wir in den ver­gan­ge­nen Mona­ten bereits mit unse­rem nord­rhein-west­fä­li­schen Ret­tungs­schirm und zahl­rei­chen Steu­er­erleich­te­run­gen gehol­fen haben, somit wei­te­re Ent­las­tun­gen, wel­che die Son­der­be­las­tun­gen durch die Coro­na-Pan­de­mie berück­sich­ti­gen“, betont Lie­nen­käm­per, „damit schaf­fen wir Sicher­heit für die Betrie­be in unse­rem Land.“

Da zuver­läs­si­ge tech­ni­sche Sicher­heits­sys­te­me in den ver­gan­ge­nen Jah­ren noch nicht auf dem Markt waren, hat­ten Bund und Län­der die ursprüng­li­che Frist zum Ein­bau der TSE bereits von Janu­ar 2020 auf Sep­tem­ber 2020 ver­scho­ben.