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Änderungen durch das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz

By 6. Juli 2020 No Comments

Deut­scher Bun­des­tag und Bun­des­rat haben das Zwei­te Gesetz zur Umset­zung steu­er­li­cher Hilfs­maß­nah­men zur Bewäl­ti­gung der Coro­na-Kri­se (Zwei­tes Coro­na-Steu­er­hil­fe­ge­setz) ver­ab­schie­det. Neben der befris­te­ten Absen­kung der Umsatz­steu­er­sät­ze ent­hält das Gesetz wei­te­re wich­ti­ge Maß­nah­men aus dem Kon­junk­tur­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung. Dies sind ins­be­son­de­re die Fol­gen­den:

  • Anhe­bung der Kauf­preis­gren­ze, bis zu wel­cher der Lis­ten­preis des Pkws nur zu 25 % anzu­set­zen ist, von 40.000,- EUR auf 60.000,- EUR für die Besteue­rung der Pri­vat­nut­zung von rein elek­tri­schen Dienst­wa­gen,
  • Ein­füh­rung einer degres­si­ven AfA von 25 %, maxi­mal dem 2,5‑fache der nor­ma­len AfA, für beweg­li­che Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens, die nach dem 31. Dezem­ber 2019 und vor dem 1. Janu­ar 2022 ange­schafft oder her­ge­stellt wer­den (§ 7 Abs. 2 EStG),
  • ver­schie­de­ne Ver­bes­se­run­gen zum Ver­lust­rück­trag für 2020 und 2021 (§§ 10d, 110, 111 EStG),
  • Anhe­bung des Ent­las­tungs­be­trags für Allein­er­zie­hen­de für 2020 und 2021 um jeweils 2.100,-EUR (§ 24b EStG),
  • Anhe­bung des Ermä­ßi­gungs­fak­tors bei Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb vom 3,8‑fachen auf das 4‑fache (§ 35 EStG),
  • befris­te­te Ver­län­ge­rung der (Re-)Investitionsfristen in §§ 6b, 7g EStG,
  • Gewäh­rung eines Kin­der­bo­nus von ins­ge­samt 300,- EUR (§ 66 Abs. 1 EStG, sowie Bun­des­kin­der­geld­ge­setz),
  • Ver­schie­bung der Fäl­lig­keit bei der Ein­fuhr­um­satz­steu­er (§ 21 Abs. 3a UStG)
  • Ver­dop­pe­lung des Frei­be­trags für Hin­zu­rech­nungs­tat­be­stän­de in der Gewer­be­steu­er (§ 8 Nr. 1 GewStG),
  • bis zum 30. Juni 2026 befris­te­te Ver­dop­pe­lung der Bemes­sungs­grund­la­ge für die For­schungs­zu­la­ge, durch die der maxi­mal mög­li­che För­der­be­trag auf 1 Mio. EUR steigt.